Ernährung bei Darmdysbiose
(vermehrte Fäulnisflora)
Was ist eine normale Darmflora?
Der Darm enthalt eine große Anzahl von Bakterien, die uns vor Infektionskrankheiten schützen, dem Darm wichtige Nährstoffe liefern unverdauliche Nahrungsbestandteile abbauen etc. Die Bakterien werden aufgrund ihrer Stoffwechselaktivität als Säuerungskeime bzw. Fäulniskeime bezeichnet. Bei ausgeglichenem Bakterienverhältnis liegt ein leicht saures Milieu vor.
Einfluss der Ernährung auf die Darmflora
Ein Teil unserer Nahrung wird im Verdauungssystem in kleine Bruchstücke gespalten und von Dünndarm in den Blutkreislauf gegeben. Es kann nicht alles verdaut werden, was gegessen wurde, insbesondere dann nicht, wenn es sich um üppige Mahlzeiten oder schwer verdauliche Speisen handelt. Ein Teil der Nahrung erreicht also unverdaut den Dickdarm. Dort wird sie von Bakterien unter anderem zu Gasen verstoffwechselt.
Je mehr unverdaute Nahrungsbestandteile in den Dickdarm gelangen, umso mehr Gase werden gebildet. Bei einer fett- und eiweißreichen Ernährung gelangen viele Nahrungsreste in den Dickdarm, die von Keimen der Darmflora nicht verwertet werden können. Die Abbauprodukte sind für den Organismus unbrauchbar und belasten die Leber. Sie verursachen Blähungen und gelten als krebsfördernd.
Werden dagegen reichlich Kohlenhydrate und Ballaststoffe verzehrt (Getreide, Gemüse, Obst), wird die Stoffwechselaktivität der Darmflora gefördert. Deren Abbauprodukte fördern die Darmperistaltik, liefern wichtige Nährstoffe, tragen zur Abwehr gegenüber Krankheitserregern bei und sorgen für ein Darmmilieu, welches das Wachstum von unerwünschten Fäulniskeimen unterdrückt. Durch eine gezielte Ernährung kann das Nährstoffangebot für Fäulniskeime reduziert werden.
Eiweiß- und Fettreduzierte Kost bei einer vermehrten Fäulnisflora
Mit unserer üblichen Mischkost nehmen wir mehr Eiweiß und Fett auf, als wir benötigen.
Empfohlene Zufuhr von Fett: 70 g
Empfohlene Zufuhr von Eiweiß: 50-60 g / Tag
Prinzip der Ernährungsumstellung ist es, den Fett- und Eiweißverzehr auf ein gesundes Maß zu bringen, um der Fäulnisflora im Darm das Leben zu erschweren. Ideal wäre eine Kostform, welche neben pflanzlichen Lebensmitteln noch Eier, Milch und Milchprodukte enthält. 2 - 3 Portionen Fisch und mageres Fleisch pro Woche können den Speiseplan ergänzen.
Wertvolles Eiweiß - weniger ist mehr
| - Kartoffel und Ei | - Kuhmilch, Käse |
| - Milch und Ei | - Rindfleisch |
| - Weizen und Ei | - Soja, Bohnen |
| - Kartoffel | - Reis, Mais, Roggen |
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Wenn wir besonders wertvolle Eiweiße oder Kombinationen auswählen, kommen wir mit kleinen Mengen aus. Ideal sind z.B. Aufläufe aus Kartoffeln oder Getreide, verfeinert mit Milch und Ei. |
| So sparen Sie Fett und Eiweiß ein...... | |
| - reichlich Obst und Gemüse essen, davon jeweils die Hälfte roh und gegart. | |
| - Zwischendurch Obst, Müsli oder Vollkornbackwaren | |
| - Magere Fleischsorten auswählen (bis 15% Fett) Geflügel ohne Haut, Wild | |
| - als Brotbelag Corned Beef, Kalbfleisch- oder Geflügelsülze, Schinken ohne Rand, magerer kalter Braten oder vegetarische Brotaufstriche. | |
| - fettarme Käsesorten (bis 30% i.Tr.), mageren Quark, fettarme Milchprodukte. | |
| - garen Sie schonend und fettarm (Dünsten, garen in Folie, nicht frittieren oder in Fett braten. | |
| - 2 - 3 mal pro Woche Fisch oder Fleisch |