Magenspiegelung (Gastroskopie)
Was kann man diagnostizieren?
Hierbei wird der obere Verdauungstrakt (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm) untersucht.
Durch das Endoskop ist eine genaue Betrachtung des Verdauungstraktes möglich. Durch kleine Zangen kann durch das Endoskop völlig schmerzlos Gewebe entnommen und feingeweblich untersucht werden.
Diese histologische Untersuchung dauert ca. eine Woche.
Wie bereiten Sie sich vor?
Sie sollten am Vorabend ab 20 Uhr keine feste oder flüssige Nahrung mehr zu sich nehmen. Vor Beginn der Untersuchung bekommen Sie einen "Entschäumer" (z.B. Lefax) zum einnehmen. Dies ist ein Medikament, das störende Blasenbildung während der Untersuchung verhindert.
Vor der Untersuchung bekommen Sie ein Medikament gespritzt, das die Schleimsekretion vermindert.
Sie können auch eine Beruhigungsspritze bekommen. Aber bitte bedenken Sie, dass Ihr Reaktionsvermögen dadurch eingeschränkt wird.
Sie sollten sich von einer Begleitperson abholen lassen, da Ihre Verkehrstüchtigkeit vermindert ist.
Vor der Untersuchung wird der Rachen mit einem Spray örtlich betäubt.
Was geschieht dann?
Sie liegen auf der linken Seite. Nachdem der Arzt das Endoskop in den Rachen eingeführt hat, wird er Sie zum Schlucken auffordern und das Instrument gleitet in die Speiseröhre. Um den Magen genau zu beurteilen, muss Luft eingeblasen werden. Die überflüssige Luft entweicht wieder durch die Speiseröhre.
Das Gerät wird in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Beim Zurückziehen werden alle Wandteile des Verdauungstraktes betrachtet. Falls erforderlich, können Gewebeproben entnommen werden.
Die Magenspiegelung wird auf Video aufgezeichnet und dokumentiert.
Die Untersuchung dauert ca. 10 Minuten. Wenn die örtliche Betäubung im Rachen nachgelassen hat, nach ca. 1 - 2 Stunden, dürfen Sie wieder essen und trinken.
Wie sicher ist die Untersuchung?
Komplikationen bei der Magenspiegelung sind äußerst selten.
Wann sollte die Magenspiegelung durchgeführt werden?
Bei Schluckbeschwerden oder Schmerzen im Oberbauch, die länger als 14 Tage bestehen. Findet man ein Zwölffingerdarmgeschwür, bzw. eine Entzündung des Magens oder der Speiseröhre, können Medikamente rasch lindern und Geschwüre können abheilen.
Bei Nachweis von Helicobacter-Bakterien wird eine "Eradikationstherapie" mit verschiedenen Antibiotika und Säureblockern durchgeführt. Zur Therapiekontrolle kann dann ein Helicobacter-Atemtest durchgeführt werden. Die Endoskopie ist das sicherste Verfahren zur Früherkennung des Magenkrebses.