PRAXISGEMEINSCHAFT

Dr. med. Reinhold Jerwan-Keim - Dr. Beate Schulze - Renate Metz

Ärzte für Allgemeinmedizin, Naturheilkunde und Homöopathie

Tauchsport - Untersuchungen

 

Liebe Patientin, lieber Patient,
Wir führen Tauchsportuntersuchungen durch.


Folgende Untersuchungen werden in unserer Praxis durchgeführt:
- Körperliche Untersuchung
- EKG
- Lungenfunktionsprüfung
- ärztliche Beratung und Tauchsportattest


Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)
Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte zusätzlich ein Belastungs-EKG zu Ihrer Sicherheit durchgeführt werden.
Bei bekannten HNO-Erkrankungen sollte außerdem eine Hals-Nasen Ohrenärztliche Untersuchung durchgeführt werden.


Vorbeugung von Tauchunfällen:
Keine Tauchgänge bei:
- Schleimhautschwellungen (Schnupfen, Erkältungen, Allergien)
- Erkrankungen der oberen Luftwege, die den Druckausgleich behindern, bronchiale lnfekte
- Durchfall und Fieber
- Offenem Foramen ovale (Herzerkrankung)

 

Vor und nach Tauchgängen keinen Alkohol trinken, nicht rauchen und keine Medikamente einnehmen.

Barotrauma:
Dies ist die Verletzung Luftgefüllter Hohlräume infolge Druckänderung.
Beim Eintauchen sind neben schlecht sanierten Zähnen insbesondere die Nebenhöhlen und das Mittelohr gefährdet. Bereits ab einer Tiefe von 1,6 m kann es zu Trommelfellrupturen kommen, wenn der Taucher nicht rechtzeitig für Druckausgleich sorgt.
Daher keine Nasentropfen verwenden! Die Wirkung lässt während des Tauchgangs nach, beim Auftauchen ist ein Druckausgleich nicht mehr möglich!
Durch Luftanhalten und Ventilationsstörung kann ein intrapulmonaler Überdruck entstehen, der zum Zerreißen von Lungengewebe führen kann, mit nachfolgenden Luftembolien.
Ein Barotrauma tritt während oder kurz nach dem Aufstieg auf.

Die Caissonkrankheit kann auch später auftreten. Ursache sind Stickstoffblasen in Körperflüssigkeiten und Geweben. Besonders gefährlich ist eine Flugreise oder eine Fahrt auf Pässe oder andere hochgelegene Orte direkt nach Tauchgängen. Die Höhe führt zu einem Abfall des atmosphärischen Drucks, was die Bildung von Gasblasen fördert.
Typische Symptome der Caissonkrankheit sind:
Hautjucken, Muskelkater, Herzrhythmusstörungen, Gelenkschmerzen, Lähmungen und Bewusstlosigkeit.


Wichtigste Erstmaßnahme:
Gabe von reinem Sauerstoff und Einweisung in ein Zentrum mit Druckkammer.Abhängig von der Dauer und Tiefe der Tauchgänge darf für mindestens 24-48 Stunden nicht geflogen werden (genaue Zeit nach dem letzten Tauchgang berechnen).
Kopfschmerzen nach dem Tauchen können Folge von Stickstoffblasen im Blut sein, die beim Auftauchen entstehen.


Erste Hilfe bei Tauchunfällen:
Das Schifffahrtsmedizinische Institut der Marine in Kiel erteilt Auskünfte zur Erstversorgung und zu verfügbaren Druckbehandlungskammern.

Tel: 0431/54090

 

© Copyright 1993 - 2010 by JH-Soft Networks